Der Korrelationskoeffizient r
Wie stark hängen zwei Messgrößen zusammen? Das misst der Korrelationskoeffizient nach Pearson. Er liegt immer zwischen und .
- : positiver Zusammenhang. Je mehr das eine, desto mehr das andere.
- : negativer Zusammenhang. Je mehr das eine, desto weniger das andere.
- nahe 0: kein linearer Zusammenhang.
- Je näher an oder liegt, desto enger liegen die Punkte an einer Geraden.

Zwischen Wassertiefe und Lichtmenge am Grund eines Sees ist . Was heißt das?
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Je tiefer, desto weniger Licht. Das Minus zeigt die Richtung, nahe 1 zeigt: Der Zusammenhang ist stark.
Zusammenhang heißt nicht Ursache
In Monaten, in denen viel Eis verkauft wird, gibt es mehr Badeunfälle. Der Zusammenhang ist stark und signifikant. Macht Eis gefährlich?
Nein. Beides hat dieselbe Ursache: Hitze. An heißen Tagen essen mehr Leute Eis, und mehr Leute gehen baden. So eine dritte Größe heißt Störgröße (auch Confounder).

Wiesen mit vielen Regenwürmern haben höhere Pflanzen. Welche Störgröße könnte beides erklären?
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Die Bodenfeuchte. Feuchter Boden ist gut für Regenwürmer und für Pflanzen. Er kann beides erklären, ohne dass die Würmer die Pflanzen wachsen lassen.
Vier Erklärungen für einen Zusammenhang
Hängen zwei Größen und zusammen, gibt es vier mögliche Gründe.

- bewirkt : Licht lässt die Wasserpest mehr Sauerstoff bilden.
- bewirkt , also umgekehrt: Kranke Tiere fressen weniger – nicht das Wenigfressen macht krank.
- Eine Störgröße bewirkt beide: Hitze bewirkt mehr Eisverkauf und mehr Badeunfälle.
- Zufall: Bei ist auch ohne echten Zusammenhang jeder zwanzigste Test signifikant (Fehler 1. Art).
Ein Test kann diese vier Fälle nicht unterscheiden. Er sagt nur, ob der Zusammenhang zufällig sein könnte.
Eine Ursache zeigt ein Experiment
Bei einer Beobachtungsstudie misst du, was du vorfindest: verschiedene Teiche, verschiedene Wiesen. Die unterscheiden sich in vielen Dingen gleichzeitig. Jede davon kann eine Störgröße sein.
Bei einem Experiment änderst du selbst nur eine Größe und hältst alles andere gleich. Welche Pflanze welche Bedingung bekommt, entscheidet der Zufall (Randomisierung). Dann bleibt als Erklärung nur die Größe, die du geändert hast.
- Gleiche Bedingungen
Alle Wasserpest-Sprosse stehen im selben Wasser, bei derselben Temperatur, mit denselben Nährstoffen.
- Nur eins ändern
Nur die Lichtstärke ist verschieden.
- Zufällig zuteilen
Welcher Spross welches Licht bekommt, wird ausgelost.
Wie zeigst du am besten, dass Licht die Sauerstoffbildung der Wasserpest erhöht?
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Sprosse zufällig verteilen und alles außer dem Licht gleich halten. Teiche unterscheiden sich auch in Temperatur und Nährstoffen – das wären Störgrößen.
So begründest du es
Eine typische Aufgabe: „Ein signifikanter Zusammenhang wurde gefunden. Ist deshalb die Ursache für ?“ Eine gute Antwort hat drei Teile.
- Nein, nur ein Zusammenhang
Nein. Der Test zeigt nur, dass Regenwürmer und Pflanzenhöhe zusammen auftreten. Eine Ursache zeigt er nicht.
- Störgröße nennen
Die Wiesen unterscheiden sich auch in der Bodenfeuchte. Feuchter Boden kann sowohl mehr Regenwürmer als auch höhere Pflanzen bewirken.
- Was man bräuchte
Um die Ursache zu zeigen, bräuchte man ein Experiment, in dem nur die Zahl der Regenwürmer verändert wird und die Bodenfeuchte gleich bleibt.
Nutze die Begriffe aus der Aufgabe. „X“ und „Y“ reichen nicht – schreib, um welche Tiere, Pflanzen und Messgrößen es geht.
In R
plot(regenwuermer, hoehe) # immer erst anschauen
cor(regenwuermer, hoehe) # Korrelationskoeffizient r (Pearson)
cor.test(regenwuermer, hoehe) # Test: H0: rho = 0
cor.test(regenwuermer, hoehe, method = "spearman") # Rangkorrelation
cor(regenwuermer, hoehe, use = "complete.obs") # Zeilen mit NA weglassenDie Rangkorrelation nach Spearman nimmt statt der Werte ihre Ränge. Sie misst jeden Zusammenhang, der immer nur in eine Richtung geht, auch gebogene. Sie braucht keine Normalverteilung.